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Konvent'a 2018 in Löbau vom 28.-29. April 2018


Es wird Explosionen geben


Dank der Kooperation mit dem tschechischen IQLandia wird den Besuchern der 15. Konvent'a richtig eingeheizt.


Iaroslava Zakova, Diana Kaleojanisova, Tomas Celeda und Jürgen Mietke (von links) bereiten den Auftritt des Liberecer IQLandia auf der 15. Konventa in Löbau vor. - © Thomas Eichler
Iaroslava Zakova, Diana Kaleojanisova, Tomas Celeda und Jürgen Mietke (von links) bereiten den Auftritt des Liberecer IQLandia auf der 15. Konventa in Löbau vor.

© Thomas Eichler



Liberec/Löbau. Wenn Jürgen Mietke, Vorsitzender des Konvent'a-Fördervereines, von der geschäftlichen Partnerschaft zwischen der Gewerbemesse Konvent'a und dem Wissenschaftspark IQlandia in Liberec berichtet, klingt es, als ob er von einer leidenschaftlichen Liebesbeziehung erzählt. „Letztes Jahr haben wir uns kennengelernt, dieses Jahr verlobt und nächstes Jahr steht die Hochzeit an“, schwärmt der 64-Jährige. Bereits vergangenes Jahr war das IQLandia mit einem eigenen Ausstellungsbereich auf der Konventa vertreten. Das Thema „Robotik“ fand besonders bei den jugendlichen Besuchern großen Anklang. „Einige Gäste machten sogar den Vorschlag, die obere Etage der Blumenhalle dauerhaft als Außenstelle des IQLandia zu nutzen“, sagt Mietke stolz.

Auch für die diesjährige Konvent'a, die vom 22. bis 24. April stattfindet, haben sich die Tschechen wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die diesjährige Ausstellungsfläche besteht aus zwei großen Themen. Zum einen wird es um die Arbeit der Kriminalpolizei gehen. Um den jungen und alten Besuchern der Konventa die wissenschaftlichen Methoden der Kriminalpolizisten näherzubringen, haben sich Iaroslava Zakova, Wissenschaftslektorin bei IQLandia, und ihre Kollegen ein Spiel ausgedacht. Die Spielteilnehmer sollen an sechs verschiedenen Stationen versuchen, einen ausgedachten Mörder zu fassen. Wurde der richtige Täter von den Besuchern ausfindig gemacht, erhalten diese ein Detektiv-Abzeichen. Außerdem soll es Mitmach-Workshops zu den Themen DNA-Proben- und Fingerabdruck-Analyse geben.

Zum anderen geht es um das wissenschaftliche Forschungsgebiet der Akustik, also um die Entstehung und Verbreitung von Schall. Hier werden zahlreiche Exponate ausgestellt, die die Besucher zum Mitmachen anregen sollen. Ein besonderes Exponat sind die sogenannten „Bobo-Tubes“ – mehrere unterschiedlich lange Rohre, auf denen man durch Reinpusten verschiedene Töne erzeugen kann. Mit diesen können die Gäste dann musizieren. Außerdem bringen die tschechischen Wissenschaftler ein Feuerrohr mit, bei dem von den Besuchern erzeugte Schallwellen zu Flammen umgesetzt werden. Weiterhin wird es zwei interaktive Shows geben, bei denen das Publikum mit einbezogen werden soll. Zum einen ist eine Show zum Thema Akustik geplant, die den Besuchern die Grundlagen der Schallphysik näherbringen wird, zum anderen wird die bereits aus dem letzten Jahr bekannte Science-Show stattfinden, in der dem Publikum anhand von Feuerexperimenten und Explosionen richtig eingeheizt wird.

Oberstes Ziel für Jürgen Mietke und den Konvent'a-Förderverein ist es, junge Menschen stärker in die Gegend einzubinden. „Wir möchten zusammen mit den Jugendlichen Ideen finden, was passieren muss, damit es für sie interessant ist, hier zu wohnen und arbeiten“, erklärt der Vereinschef, der auch für Lehrstellen und Praktika kräftig die Werbetrommel rührt. Um junge Tschechen aus dem Nachbarland nach Deutschland zu locken, wurde für die Konvent'a sogar Radiowerbung in der Tschechischen Republik gesendet. Durch ihre große Reichweite biete diese und insbesondere die Kooperation mit IQLandia die gewünschte „Kennenlernplattform“, wie Mietke es nennt.

„Natürlich wollen wir mithilfe der Partnerschaft auch deutsche und tschechische Jugendliche näher zusammenbringen“, teilt Mietke mit. Letztes Jahr sei dieses Vorhaben schon gut umgesetzt worden.

Damit der Erfolg auch in Zukunft gesichert werden kann, sitzen die Verantwortlichen gerade zusammen und wollen ein Förderprojekt zwischen dem Freistaat Sachsen, der Tschechischen Republik und mit dem Wissenschaftszentrum IQLandia auf die Beine stellen. Noch ist das Projekt nicht gestartet, aber es stehe in den Startlöchern und nehme langsam Form an, lässt Mietke verlauten. Der für nächstes Jahr angekündigten „Hochzeit“ steht so bald nichts mehr im Weg.


Von Maxi Philippson - Sächsische Zeitung vom 20.02.2016